Tagebuch

Einkaufen mit Kleinkindern

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Viele von euch stöhnen jetzt vielleicht das erste Mal auf. Und das kann ich nur allzu gut nachempfinden.
Ich durfte erleben, wie sehr wir Erwachsenen, wir Eltern, verantwortlich sind für den Ausgang und das Gefühl mit dem wir nach Hause fahren. Sind wir und somit auch unsere Kinder gestresst und müde oder haben wir ein Lächeln im Gesicht und bedanken uns bei unseren Kindern für den ereignisreichen und schönen Ausflug.
Es liegt bei uns! So viel steht fest.
Es kam der Punkt, während des Einkaufens, da war meine Tochter völlig aufgelöst. Ihre eigene Einkaufstasche rutschte immer wieder von der Schulter. Für ein Kind in dem Alter ein ernstzunehmendes Problem. Ich fühlte mit so gut es ging und war bei ihr, dachte ich.
In Wirklichkeit war ich etwas gestresst und wollte doch auch schnell den Einkauf zu Ende bringen, um nach Hause zu können.

So ging ich zwar auf sie ein, und versuchte dabei trotzdem den Einkauf zu Ende zu bringen. Ich wollte ihr so auch das Gefühl vermitteln, dass es vorbei geht und wieder besser wird.

Und dann kam, wofür ich im Nachhinein sehr dankbar bin. Wildfremde Menschen sprachen dieses aufgelöste und traurige Kind, in einem für das Kind fremden und erschlagenden Umfeld an, warum es denn weine. Ob sie bockig sei. Der beliebte Satz: „Alles ist gut“ fiel. Ich sah meine Tochter, wie sie noch verzweifelter wurde, und sich massiv in ihren Grenzen gestört fühlte.

Das war der Moment, in dem ich mich entschied in die absolute Bindung zu gehen.
Ich bin in kurze, liebevolle Gespräche mit den Menschen gegangen, und vor allem habe ich mich meiner Tochter absolut zugewandt. Sie beschützend auf den Arm genommen, sie liebevoll gekuschelt und getröstet. Und sie absolut verstanden und gespürt.
Wir sind an diesem Tag beide mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause gefahren und fanden das Einkaufen beide schön.
Ich bin dankbar erkannt zu haben, dass ich selbst entscheiden darf, wie so ein zweifellos stressgeladener Moment auch mit voller Ruhe und Zufriedenheit in Verbundenheit enden darf.
Danke, danke, danke!

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